In Staffel 2 von Emily in Paris nimmt Kollege Luc — der erklärt, Paris sei die Filmhauptstadt der Welt — Emily in das Le Champo-Kino mit, um Truffauts Jules et Jim zu sehen. Das Kino ist real, in der Rue des Écoles 51 im Lateinischen Viertel, 25 Gehminuten von LSI Paris. Truffaut betrachtete es aufrichtig als sein Heimkino.
Dieser Moment öffnet eine Tür. Das Viertel rund um LSI Paris ist seit den 1950er Jahren eines der großen Themen des französischen Kinos. Hier sind sechs Filme, die man vor oder während des Aufenthalts sehen sollte.
Jules et Jim (Truffaut, 1962) — Hier anfangen. Emily sieht ihn mit Luc im Le Champo. Jeanne Moreau rennt über eine Brücke und man versteht sofort, warum die Nouvelle Vague das Kino veränderte. Das Französisch ist klar und abgemessen — ausgezeichnet für das Sprachlernen.
Cléo de 5 à 7 (Agnès Varda, 1962) — Eine Frau geht in Echtzeit durch Paris und wartet auf medizinische Ergebnisse. Fast ausschließlich an echten Orten gedreht. Das gesprochene Französisch ist natürlich und ungekünstelt — einer der besten Filme zum Französischlernen.
À bout de souffle / Außer Atem (Godard, 1960) — Der Nouvelle-Vague-Film, der die Ära definiert. Auf echten Straßen mit Handkamera gedreht. Das Französisch ist schnell und lakonisch — so sprachen junge Pariser 1960.
Before Sunset (Linklater, 2004) — Jesse und Céline wandern durch das Marais — Ihr Arrondissement — und streiten 80 Minuten lang über die Liebe. Die Hälfte der Dialoge ist auf Französisch. Der Film beginnt in der Shakespeare und Company-Buchhandlung gegenüber der Schule.
Le Samouraï (Melville, 1967) — Alain Delon bewegt sich durch Paris mit der Métro und zu Fuß. Stille dominiert, was die französischen Dialoge leichter nachvollziehbar macht. Das Métro-Netz im Film ist dasselbe, das Sie benutzen werden.
Diva (Beineix, 1981) — Ein Thriller, der fast ausschließlich im Les Halles-Viertel und den überdachten Passagen des 1. und 2. Arrondissements gedreht wurde — fünf Minuten von der Schule. Galerie Vivienne und Galerie Véro-Dodat existieren noch unverändert.
Wo sie in Paris sehen: Das Le Champo zeigt regelmäßig Nouvelle-Vague-Klassiker. Die Cinémathèque Française (12. Arr., 20 Min. mit der Métro) ist das weltweit erste Filmarchiv mit Vorführungen fast jeden Abend. Eintritt unter 8 EUR für Sie.